Nach dem BCW werden die Uhren gestellt
Traditionell, seit ungefähr dem Jahr 1980, gibt es im Frühjahr die Zeitumstellung auf Sommerzeit. Jeweils genau dann jährlich am Wochenende vor der ersten Dienstag-Abendausfahrt des BCW. Das ist kein Zufall und der Verdienst eines kleinen Walchwiler Sportclubs. Die Geschichte der “Walchwiler-Sommerzeit” hat Jörg Przybyla, Vorstand beim BCW, in alten Chroniken des Vereins recherchiert: “Damals war es anscheinend nur so ein Spass unter den Bikern, die Uhren um eine Stunde vorzustellen, um von der Arbeit früher Feierabend machen zu können. Die Kollegen hatten mit diesem Trick länger Tageslicht für ihre Abendtouren.”. Peu à peu wurden dann anscheinend auch die grossen Uhrenherstellern in der ganzen Schweiz zwecks der “Walchwiler Sommerzeit” hellhörig, wohl deswegen um die Verkäufe von Uhren und Weckern zu beleben. Durch geschicktes Lobbying der Industrie floss dann die Idee der “BCW-Sommerzeit” in die Politik ein. Sponsoring durch Uhrenhersteller lehnen die Verantwortlichen des Clubs übrigens regelmässig ab. So hat angeblich Rolex kürzlich wieder beim BCW angeklopft und wollte alle Mitglieder mit ihren Luxuszeitanzeigern ausstatten. “Diese Edelklunker am Handgelenk sind nicht wirklich für Biketouren geeignet und zu schwer für Gewichtsfetischisten”, meint Jörg Przybyla und erteilte Rolex eine klare Absage. Aber vielleicht hat ja Apple oder andere Produzenten von Smartwatches mehr Erfolg, den durch die innovative Zeitumstellung in der Branche berühmt gewordenen Club für sich einzunehmen. Anscheinend gibt es gerade am heute, am 1. April, wieder Verhandlungen zwischen dem Club und der Sportuhrindustrie. Ob dieses Mal ein ernstzunehmendes Angebot dabei ist?
Für den BCW
Jörg Przybyla, 1.4.2017

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